Naturnahe Terraristik

 

 

Bezeichnung

Braune Regenbogenboa - Epicrates maurus - GRAY 1849
vormals Epicrates cenchria maurus

Vorkommen

Südamerika; Kolumbien, Costa Rica, Venezuela

Lebensraum

Regenwälder, auch als Kulturfolger

Aussehen

Alttiere haben eine durchgehende braune Farbe; schwarze Kreise verschiedenster Größen zeichnen den ganzen Körper. Vor allem kurz vor der Häutung ist die namengebende Regenbogenfarbe gut zu sehen. Ihre max. Größe liegt bei 220 cm. Die Jungtierfärbung der meisten Unterarten ähnelt sich sehr. Die Zeichnungen der Jungen sind stark und kontrastreich. Bei C. c. maurus verliert sich die Färbung bis zur Geschlechtsreife mehr und mehr.

Braune Regenbogenboas


1  

    

 

Haltung

Für diese Regenwaldbewohner eigenen sich eigentlich nur großflächige Terrarien. Im Gegensatz zu der vorliegenden Literatur, halten sich die Tiere vornehmlich auf dem Boden auf. Deshalb sollte die Grundfläche nicht zu klein gewählt werden. Einige Lianen sind als Kletteräste in das Becken eingebracht. Eine robuste Bepflanzung ist für die Regenwaldoptik und das Bioklima wichtig. Eine hohe Luftfeuchtigkeit bis zu 100% ist für das wohlbefinden wichtig, deshalb mehrmals täglich sprühen. Die Temperaturen sollten zwischen 28-32° Grad sein, in der Nacht um etwa 5° Grad fallend. Ein großes Wasserbecken, in das die Tiere sich hinein legen können, sollte auch noch vorhanden sein.


 

Futter


 

Als Futter eignen sich alle Arten von Nagern und Vögeln

Zucht

Geschlechtsreif werden die Tiere etwa mit 3-4 Jahren. Eine leicht stärkere Nachtabsenkung im Winter um 3 Grad wirkt sich auf die Fortpflanzung positiv aus, ist aber nicht zwingend. Paarungen können zwischen Oktober und Januar beobachtet werden, der Hauptpaarungsmonat ist Dezember. Während der Trächtigkeit sollten die Tageshöchstwerte etwa höher liegen, dann werfen die Weibchen nach ca. 4 Monaten ihre Junge. Sind die Temperaturen niedriger kann sich die Tragzeit bis auf 8 Monate ausdehnen und die Anzahl der Wachseier und Totgeburten liegt dann höher. Es können bis zu 30 Junge geboren werden. Diese sind dann um die 60 cm groß und fressen meist nach 10 Tagen, noch vor der ersten Häutung, selbständig Babymäuse.

Literatur

  • Riesenschlangen; Dr. Richard Ross+Gerald Marzec, Bede-Verlag
  • Schlangen; Dieter Schmidt, Urania-Verlag
  • Riesenschlangen; Wolfgang Wengler, Hesselhaus und Schmidt Verlag